Presseberichte 2017


Weihnachtskonzert in der Pauluskirche

Die Kleinsten aus einem Riesenaufgebot: das Nachwuchsorchester der Jungen Bläserphilharmonie Ulm und der Vorchor der Ulmer Spatzen. In zwei Konzerten hintereinander begeisterten rund 300 Mitwirkende gestern in der Pauluskirche.
Foto: Lars Schwerdtfeger

Die Ulmer Spatzen und die Junge Bläserphilharmonie Ulm beglücken mit ihren Weihnachtskonzerten in der Pauluskirche rund 1500 Zuhörer.

Vierzehn Engel um mich stehn . . .“ Es sind eher 200 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die den „Abendsegen“ von Engelbert Humperdinck anstimmen, wenn die Ulmer Spatzen und die Junge Bläserphilharmonie Ulm (JBU) himmlisch ihr gemeinsames Weihnachtskonzert beschließen. „Abends will ich schlafen gehn“: Mehr musikalischer Trost ist in unruhigen, manchmal unheilvollen Zeiten kaum denkbar.

Zwei Konzerte zu Gunsten der Aktion 100.000 und Ulmer helft hintereinander boten die Ensembles wieder, die Pauluskirche war restlos gefüllt. 1500 Zuhörer an einem 3. Advent mit Weihnachtsmusik allerorten, von Wiblingen bis Söflingen und weit um Ulm herum, diese Konzertvereinigung der Musikschule Ulm versammelte aber wieder das ganz große Publikum. Und die Blechbläser der JBU eröffneten von der Altarempore aus mit knackigen Renaissance-Klängen – Tilman Susatos „La Mourisque“ (Mohrentanz) – ein vielfältiges Programm.

Hirten und putzige Sänger

„Kommet, Ihr Hirten“: Die da auftraten und putzig auf die Bühne marschierten, das waren freilich die Kleinsten der Ulmer Spatzen, eine entzückende Sängerschar – der Vorchor. Der Kinderchor wiederum stellte sich mit Edmund Walters’ „Where Was Jesus Born“ und einem traditionellen, tänzerisch-bewegten „Dreidl-Song“ aus Israel vor. Der kraftvolle Jugendchor glänzte mit einem doppelten „Ave Maria“: einem im Wechselgesang mit Solisten auf der Orgelempore vorgetragenen von Franz Biebl und dem populären von Bach/Gounod.

Spatzen-Dirigent Hans de Gilde setzte nach den wohlklingenden Kostproben auf ein Hauptwerk: auf fünf Sätze aus dem „Oratorio de Noël“, dem Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saëns. Französische, lyrische Romantik also. Dem Kinder- und Jugendchor gelang im Zusammenspiel mit Streichern und Barbara Comes an der Orgel eine klangmächtige, vortreffliche Aufführung.

Nach „Stille Nacht“, arrangiert von Guthrie Foote, ging‘s noch mal in den Weihnachtstag zurück: mit der Jungen Bläserphilharmonie Ulm. Das Nachwuchsorchester begleitete flott Rudolph the Red-Nosed Reindeer und bekräftigte mit starkem Sound Mariah Careys Weihnachts-Pop „All I Want For Christmas Is You“. Noch mehr wollte Josef Christ mit dem Großen Orchester: sinfonische Blasmusik, erstklassig dargeboten: „A Christmas Herald“ von Philip Sparke und Jan de Haans „Christmas Joy“. Mit der „Hymn To The Sun“ hatte die JBU vor zwei Jahren schon einmal ein Klangspektakel von Satoshi Yagisawa im Weihnachtskonzert gezündet (und damit dann auch beim Deutschen Orchesterwettbewerb 2016 begeistert), diesmal dirigierte Christ ein anderes faszinierendes, sehr melodisches Prachtstück des Japaners, die „Hymn To The Infinite Sky“. Perfekt.

Danach erschien der „Emperor“ – jedoch nicht der Herrscher des Himmels, den schon Bach einst zu Weihnachten gefeiert hatte, sondern Napoleon, der Kaiser der Franzosen. Ein effektvolles Werk Thierry Deleruyelles, mit einer Anbetung nicht Marias, sondern der Kaiserin Joséphine, und dem heftigen Finale „Von Austerlitz nach Waterloo“.

Letzteres erlebte die ausgezeichnete JBU naturgemäß nicht. Und dann befriedete sowieso der „Abendsegen“ aus „Hänsel und Gretel“ die Pauluskirche: großes musikalisches Gruppenbild mit Chören und Orchestern. Schließlich zogen nicht Napoleons Truppen ins Feld, sondern die „himmlischen Heere“ inklusive Publikum, die Christus zur Ehre jauchzten: „O du fröhliche“! Und Standing Ovations.

Quelle: Südwest-Presse-Ulm
Autor: Jürgen Kanold
Datum: 18.12.2017


Doppelkonzert begeistert in der Ehinger Lindenhalle

Ein musikalischer Leckerbissen in der Ehinger Lindenhalle.
Foto: cini

Die Queensland Youth Symphony aus Australien und die Junge Bläserphilharmonie Ulm spielen gemeinsam

Ein Konzerthighlight der Extraklasse hat es am Samstagabend in der Lindenhalle Ehingen gegeben.
Die Queensland Youth Symphony aus Australien und die Junge Bläserphilharmonie Ulm – eines der besten symphonischen Blasorchester Deutschlands – trafen sich zu einem hochkarätigen Doppelkonzert.

Zahlreiche Konzertreisen führten die JBU quer durch Europa, in die USA, Südafrika, China und auch Australien, mit einem Auftritt im weltberühmten Sydney Opera House. Beim Weltjugendmusikfest 2005 in Zürich belegte die JBU den ersten Platz in der Höchstklasse und erreichte von 85 Orchestern aus 25 Nationen die höchste Punktzahl des gesamten Wettbewerbs. Beim Deutschen Orchesterwettbewerb belegte die JBU in den Jahren 2012 und 2016 als Repräsentant Baden-Württembergs den zweiten Platz und ist somit deutscher Vizemeister.

Die „Gala der Stars“ in der Ratiopharm Arena in Neu-Ulm im September 2013 war ein weiterer Meilenstein in der Erfolgsgeschichte der JBU. Insgesamt neun CDs wurden bereits produziert. Schnell füllte sich die Lindenhalle mit erwartungsvollen Zuhörern. Den ersten Teil des abwechslungsreichen Konzertes bestritt die Junge Bläserphilharmonie Ulm mit Werken von Jan de Haan, Philip Sparke, Yagisawa und Deleruyelle. Zwischen den Orchesterauftritten gab es ein Klavierkonzert Nr. 20 in d-Moll von Wolfgang Amadeus Mozart, vorgetragen von Stefan Cassomenos. Der aus Melbourne stammende Pianist und Komponist ist einer der herausragendsten und vielseitigsten Musiker Australiens. Er gab seine ersten internationalen Konzerte im Alter von zehn Jahren. Im Jahr 2012 war er Finalist des internationalen Klavierwettbewerbs von Rhodos und gewann Preise bei vielen wichtigen nationalen Klavier- und internationalen Kammermusikwettbewerben. So gewann er im Jahr 2013 den zweiten Preis und den Kammermusikpreis beim renommierten Telekom Beethoven Klavierwettbewerb Bonn. Nach einer Pause durfte die Queensland Youth Symphony auf die Bühne und wenn die 90 Musiker des Queensland Youth Symphony Orchester zu spielen beginnen, erwartet die Zuhörer ein ganz besonderes Programm, das zu Herzen geht. Bereits zum zweiten Mal konnte dieses hervorragende Orchester unter der Leitung von John Curro, dem Gründer und Musikdirektor der Queensland Youth Orchestras, für ein Konzert in Ehingen gewonnen werden.

In den Queensland Youth Orchestras spielen 450 Musiker im Alter von acht bis 24 Jahren in insgesamt acht Ensembles, zu denen drei Symphonie-Orchester, ein Jugendstreichorchester, zwei Blasorchester und eine Big Band gehören.

Die Zuhörer bekamen Stücke von Rimsky-Korsakov und Prokofiev präsentiert. Ein musikalisch, stimmungsvoller Abend ging somit zu Ende, an dem die Gäste nicht enttäuscht wurden.

Quelle: Schwäbische Zeitung
Autor: cini
Datum: 11.12.2017


Ein Konzert der Extraklasse

Die renommierte Queensland Youth Symphony ist am Samstag beim Doppelkonzert mit der Jungen Bläserphilharmonie Ulm in der Lindenhalle zu erleben.
Foto: QYS
Junge Bläserphilharmonie Ulm
Foto: Ralf Hinz

Mit der Queensland Youth Symphony aus dem Bundesstaat Queensland in Australien und der Jungen Bläserphilharmonie Ulm, eines der besten symphonischen Blasorchester Deutschlands, treffen sich zwei hochkarätige Jugendorchester am Samstag, 9. Dezember, um 19.30 Uhr in der Lindenhalle Ehingen zu einem Doppelkonzert der Extraklasse. Am Klavier spielt Stefan Cassomenos. Die SÜDWEST PRESSE verlost dafür am Mittwoch Eintrittskarten (siehe Infokasten).

 

Die Queensland Youth Symphony (QYS) unter Leitung von John Curro ist das dritte Mal zu Gast bei der Jungen Bläserphilharmonie Ulm (JBU) unter Leitung von Josef Christ. Unter dem Dach der Queensland Youth Orchestras mit Sitz in Brisbane firmieren drei Sinfonie-, zwei Blas- und ein Streichorchester sowie eine Bigband. Die 92 jungen Musiker aus Australien werden vom 7. bis 10. Dezember in Gastfamilien der JBU untergebracht.

Im In- und Ausland gefragt

Den ersten Teil des abwechslungsreichen Konzertes bestreitet die Junge Bläserphilharmonie Ulm (JBU), die selbst bereits zweimal zu Gast bei den Musikern aus Queensland war, mit Werken von Jan de Haan, Philip Sparke, Yagisawa und Deleruyelle. Die JBU wurde von Udo Botzenhart gegründet. Seit 1996 wird sie von Josef Christ geleitet, der wertvolle Impulse durch Dirigierstudien in England, Spanien und den USA erhielt sowie häufiger als Juror oder für Seminare im In- und Ausland nachgefragt wird. Zahlreiche Konzertreisen führten die JBU quer durch Europa, in die USA, Südafrika, China und Australien. Auch im Fernsehen ist sie mehrfach aufgetreten. Beim Weltjugendmusikfest 2005 in Zürich belegte sie den ersten Platz in der Höchstklasse, beim Deutschen Orchesterwettbewerb zwei Mal (2012 und 2016) den zweiten Platz und ist deutscher Vizemeister.

 

Wenn die 90 australischen Musiker der QYS zu spielen beginnen, erwartet die Zuhörer ein Programm, das zu Herzen geht, verspricht der Veranstalter. Mit dem Pianisten Stefan Cassomenos, einem der erfolgreichsten Pianisten Australiens, wird beim Konzert am Samstag Mozarts Klavierkonzert Nr. 20 in d-Moll zu Gehör gebracht. Weitere Stücke des Orchesters sind Prokofjew’s Ballettmusik von Romeo und Julia und die Ouvertüre Russische Ostern von Nikolai Rimsky-Korsakov. Bereits zum zweiten Mal konnte dieses hervorragende Orchester unter der Leitung von John Curro, dem Gründer und Musikdirektor, für ein Konzert in Ehingen gewonnen werden.

Der aus Melbourne stammende Pianist und Komponist Stefan Cassomenos studierte von seinem vierten Lebensjahr an bei Margarita Krupina und später als Stipendiat bei Stephen McIntyre in Melbourne. Er hat mit zehn  erste internationalen Konzerte gegeben.  Seither hat er viele Preise bei wichtigen nationalen Klavier- und internationalen Kammermusikwettbewerben gewonnen. Cassomenos ist zudem als Dirigent und künstlerischer Leiter einiger Festivals, Musikprojekte und Kooperationen tätig.

Quelle: Südwest-Presse Ulm
Autor: unbekannt
Datum: 06.12.2017


Die jungen Bläser überzeugen

Die Junge Bläserphilharmonie Ulm begeisterte die Zuhörer.
Bild: Dagmar Hub

Die Musiker des Nachwuchsorchesters begeisterten die Zuhörer – es gab jedoch an diesem Abend auch ruhige Minuten

Standing Ovations nach drei Stunden Musik: Das Jahreskonzert des Großen Orchesters und des Nachwuchsorchesters der Jungen Bläserphilharmonie Ulm fand beim Publikum im CCU begeisterte Aufnahme ob des hohen Niveaus, aber auch aufgrund der Spielfreude der jungen Musiker unter Leitung von Josef Christ. Besondere Aufmerksamkeit bekam der Auftritt des 32-jährigen französischen Posaunisten Fabrice Millischer, der als Erstpreisträger beim ARD-Musikwettbewerb, als Echo-Klassik-Gewinner und als mit dem französischen „Echo“ ausgezeichneter Musiker weltweit ein begehrter Solist ist. Millischer, der 2013 als Professor für Posaune in Freiburg lehrt, faszinierte mit seiner Interpretation von Bert Appermonts „Colors for Trombone“.

Zu Beginn des Jahreskonzerts erinnerte eine Gedenkminute an zwei für die JBU wichtige Persönlichkeiten, die 2017 verstarben: an Nobert Nohe, den ersten hauptamtlichen Koordinator des Ulmer Städtischen Schul- und Jugendmusikwerks (SJMW). Nohe war Dirigent der damals schon renommierten Ulmer Knabenmusik (UKM), der heutigen Jungen Bläserphilharmonie Ulm – und an die im August verstorbene Stifterin Helma Fink-Sautter.

Mit der Bildhaftigkeit von Programmmusik erfreute das Orchester das Publikum: Michael Browns „Sesame Street Celebration“ ließ Figuren der beliebten Kindersendung lebendig werden wie das Krümelmonster und Kermit, den Frosch. Otto Schwarz’ 2014 komponiertes Werk „Stratosphere“ ist inspiriert von Felix Baumgartners Stratosphären-Sprung: vom Verweilen in der Stratosphäre über die Turbulenzen des Falles bis zur Landung.

Klug gewählt war auch das Programm des Großen Orchesters: Mit Dmitri Shostakovichs „Festive Ouverture“, komponiert zum 37. Jahrestag der Oktoberrevolution, und mit außergewöhnlichen Werken wie Peter Grahams irisch dominiertem „Gaelforce“ konnten die jungen Musiker ihre Musikalität und Technik ebenso zeigen wie ihre Wandlungsfähigkeit. Alfred Reeds „Praise Jerusalem!“ geht auf das vermutlich älteste notierte Musikstück, christliche Liturgie aus Armenien, zurück. Schwungvoll ging es dann zu mit zwei Medleys – mit von Jerry Bock arrangierten Tänzen aus dem Musical „The Fiddler on the Roof“ und einer Kollektion von Phil Collins-Hits wie „A groovy kind of love“ und „Another day in paradise“.

Zur Freude des Publikums gab es zwischen den musikalischen Auftritten humorvoll rückblickende Erzählungen und einen Film über die Konzertreise der JBU nach Südafrika. Passend verabschiedeten die Musiker sich als Zugabe mit dem größten Erfolg der 2008 verstorbenen südafrikanischen Sängerin Miriam Makeba, mit „Pata Pata“.

Quelle: Augsburger Allgemeine, Neu-Ulmer Zeitung
Autor: Dagmar Hub
Datum: 16.10.2017


Musikalische Weltenbummler: Die JBU und Starposaunist Fabrice Millischer

Musikalische Weltenbummler

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800 Zuhörer im CCU lassen sich beim Jahreskonzert im CCU begeistern

Kennen Sie „Pata Pata“, den Tanz aus Johannesburg? Bestimmt! Miriam Makebas Welthit hat sich ins kollektive Gedächtnis gegraben, Mitklatschen ist programmiert. Auch bei der mitreißenden Instrumental-Version der Jungen Bläserphilharmonie Ulm als zweiter Zugabe nach La-Ola-Wellen auf der Bühne und Standing Ovations im CCU, wo musikalische Souvenirs, Tagebuch- und Film-Erinnerungen an die Konzertreise im August durch Südafrika das Konzert belebten.

Ins Schwarze getroffen

Ja, es gibt sie: Junge Menschen, die hochmotiviert mit Freude, Kondition und großem Können sinfonische Blasmusik spielen. Rund 120 Akteure zählt die Junge Bläserphilharmonie Ulm (JBU) in ihren beiden Orchestern. Ihr umjubeltes Jahreskonzert unter Josef Christ geriet nach Maß. Seine Werkwahl – meist Arrangements – traf ins Schwarze. Rund 800 Besucher erlebten ein tolles Konzert der musikalischen Weltenbummler. Und Fabrice Millischer, den französischen Stargast. Der erst 32-jährige Posaunen-Professor gab sich die Ehre – und gestern noch einen öffentlichen Workshop in der Musikschule.

Fetzig eröffnete das JBU-Nachwuchsorchester mit dem „Sesame Street Celebration“-Medley den dreistündigen Reigen, bei dem in der ersten Halbzeit leider die Redner-Mikrofone zickten. Dagegen lief’s bei den etwa 40 Jungtalenten in „Stratosphere“ von Otto M. Schwarz mit Trompeten-Soli und zischenden Klang­effekten wie auch in Piazzollas schwelgendem „Libertango“ bestens.

Blendend in Form präsentierte sich auch das Große JBU-Orchester schon in Schostakowitschs „Festive Overture“. Auf eine Stippviste nach Irland entführte Peter Grahams „Gaelforce“, wobei auch etliche Solisten von Konzertmeisterin So­phia Hüber (Klarinette) und Viktoria Kassel (Oboe) bis zu Niklas Christ (Trompete) glänzten.

Pompöse Inszenierung

Auf professionellem Niveau korrespondierte der Klangapparat, bei dem fünf Schlagwerker mächtig zu tun hatten mit Fabrice Millischer in Bert Appermonts „Colors for Trombone“ (1998), mit dem sich der Posaunist 2014 den Echo Klassik erspielt hatte. Umjohlt setzten der sympathische Solist und das Tutti in „Bolivar“ (Eric Cook) mit Latino-Flair noch eins drauf.

Nach der pompösen Inszenierung von Alfred Reeds „Praise Jerusalem!“, das Trompeten-Fanfaren auf einer Balkon-Loge krönten, und dem Medley „Fiddler on the Roof“ ließ Christ im poppigen Muntermacher „The Phil Collins Collection“ mit starken Beats bis zum Zugaben-Set noch mal richtig die Post abgehen.

Unvergesslicher Abend

„Dieses Erlebnis werden die jungen Musikerinnen und Musiker ihr Leben lang nicht vergessen“, meinte Dirigent Josef Christ. Star-Posaunist Fabrice Millischer war auch für ihn ein besonderes Kaliber – immerhin ist er der einzige Posaunist, der jemals beim ARD-Musikwettbewerb einen ersten Preis erreichte.

Quelle: Südwest Presse Ulm
Autor: Christa Kanand
Datum: 16.10.2017


Großes Konzert in Westerheim

Junge Bläserphilharmonie Ulm in super Spiellaune – Gewaltige musikalische Vorstellung vor 300 Besuchern

Die Junge Bläserphilharmonie Ulm wusste in der Westerheimer Albhalle unter dem Dirigat von Josef Christ zu überzeugen. Das junge Ensemble wartete mit einem großartigen Konzert auf.
Die Junge Bläserphilharmonie Ulm wusste in der Westerheimer Albhalle unter dem Dirigat von Josef Christ zu überzeugen. Das junge Ensemble wartete mit einem großartigen Konzert auf. Hansjörg Steidle

Westerheim sz Großes Konzert in Westerheim: Die Junge Bläserphilharmonie Ulm begeisterte auf Einladung der Sparkasse Ulm in der Albhalle mit einem Konzertabend der Superlative. Das Ensemble musizierte großartig und das auf höchstem Niveau. Vielfältige konzertante Blasmusik mit solistischen Einlagen war zu hören. Dirigent Josef Christ hatte ein abwechslungsreich arrangiertes Programm zusammengestellt, das bei den rund 300 Besuchern bestens ankam. Die Junge Bläserphilharmonie Ulm verdient ein dickes Lob für eine perfekt vorgetragene Vorstellung in Westerheim.

Dass das Ensemble zu Deutschlands besten Jugendblasorchestern gehört, das unterstrich es in der Albhalle unter der souveränen und ruhigen Leitung von Josef Christ. Nach den Grußworten von Manfred Oster, Vorsitzender des Vorstands der Sparkasse Ulm, und Thorsten Mangold, Filialdirektor der Sparkasse in Laichingen, legte das Jugendorchester mit der „Festive Overture“ von Dmitri Shostakovich in einem Arrangement von Donald Hunsberger los und demonstriere sogleich ihr Können. Das in nur drei Tagen von Dmitri Shostakovich komponierte Stück verbindet strahlende Fanfaren mit lebendigen Tempi und harmonischen Melodien.

Es folgte das im schottisch-irischen Stil von Peter Graham im Jahre 2000 komponierte Werk „Gaelforce“. Es enthält drei alte Volkslieder, die in Melodieführung, Instrumentierung und Rhythmus zu einem vielschichtigen Klangerlebnis vereint werden. Besonders das melodiöse Solo des Flügelhorns, gespielt von Niklas Christ, zu dezenten Holzbläsern ließ einen großartigen Dialog entstehen, ehe Schlagzeug, Holzbläser und das gesamte Orchester gefordert waren.

Der volle symphonische Klang des großen Blasorchesters war dann bei „Praise Jerusalem“ des zeitgenössischen Komponisten Alfred Reed zu hören. Die Komposition „Praise Jerusalem“ bringt Variationen über ein armenisches Kirchenlied. Reed schildert hier musikalisch die Auferstehung Christi, schöpft jede Klangfarbe des Orchesters aus und lässt die Instrumente in voller Pracht erstrahlen. In einem überwältigenden Schluss ist der feierliche Klang eines zusätzlichen sechsstimmigen Blechbläsersatzes, drei Trompeten und drei Posaunen, mit dem Blasorchesterklang verschmolzen.

Im zweiten Konzertteil erklang zunächst die kurze „Generations Fanfare“ von Otto M. Schwarz, eine Fanfare im filmmusikalischen Stil. Zu Beginn erklingen Trompeten und das Schlagzeug, bevor das gesamte Orchester einstimmt. Das Werk ist geprägt von strahlenden Blechbläsern und lyrischen Melodien in den Holzbläsern. Eine traumhafte Berglandschaft zauberte dann die Junge Bläserphilharmonie Ulm mit der Komposition „Red Rock Mountain“ von Rossano Galante musikalisch in die Albhalle. Fanfaren in den Blechbläsern und schöne Melodielinien eröffneten es, ehe eine emotionale Melodie zum Sonnenaufgang in den Bergen Pennsylvanias folgte, die sich zu einem großen Finale steigerte.

Ein weiterer Höhepunkt in einem großartigen Konzert bildeten die „Symphonic Dances from Fiddler on the Roof“ von Jerry Bock in einem Arrangement von Ira Hearshen. Interessante Passagen aus dem im Jahr 1905 spielenden und 1964 am Theater am Broadway uraufgeführten Stück waren zu hören. Das Musical vermischt liebenswerten Humor und berührende Tragik, ungebrochene Lebenslust und ein bewegendes Familienschicksal und überzeugt mit jüdisch-folkloristischer Musik.

Mit „The Phil Collins Collection“ von Phil Collins in einem Arrangement von Peter Kleine-Schaars wollte sich Junge Bläserphilharmonie Ulm verabschieden, bei dem der Arrangeur ein Medley mit vielen rhythmischen Passagen sehr nah am Original serviert. Den bekannten Hits von Phil Collins folgte die stürmisch eingeforderten Zugabe „Festive Dance from Faust“ von Charles Gounod mit tänzerischen Teilen und lyrischen Melodien sowie fulminanten Presto-Abschnitten. Zudem erklang noch als zweite Zugabe der südafrikanische Tanz „Pata Pata“ der Sängerin Miriam Makeba und des Songwriters Jerry Ragovoy mit dem Hinweis, dass die Junge Bläserphilharmonie Ulm Ende Juli auf große Südafrika-Reise geht.

Und zum großen Finale gab es noch eine Überraschung: Vorstandsvorsitzender Manfred Oster griff zu seinem Kontrabass und begleite das junge Ensemble auf seinem Lieblingsinstrument. Der Beifall für Oster und die jungen Musiker samt Dirigent Christ fiel gewaltig aus. Durch das vielfältige musikalische Programm hatten charmant und gekonnt Sophia Hüber und Viktoria Kassel als Ansagerinnen geführt.

Quelle: Schwäbische Zeitung
Autor: Hansjörg Steidle
Datum: 10.07.2017


Foto: JBU

Für Premieren ist es nie zu spät. Eine doppelte Erstaufführung erlebten die Besucher des Sparkassen-Konzerts der JBU, das in diesem Jahr in Westerheim stattfand. Dort war die Albhalle mit rund 500 Besuchern voll besetzt und die JBU führte erstmals vor großem und begeistertem Publikum ihr musikalisches Programm vor, das sie auf der Südafrika-Konzertreise Ende Juli/Anfang August im Reisegepäck hat.
Die zweite Premiere: Sparkassen-Chef Manfred Oster, dessen Unternehmen die Stiftung der JBU seit Jahren finanziell unterstützt, stand erstmals nicht nur als Redner auf der Bühne. Sondern auch als Musiker. Am Bass wirkte der seit seiner Jugend musikbegeisterte Sparkassenvorstand bei der zweiten Zugabe mit. Zu seinem und dem auf unseren Bildern erkennbaren Vergnügen des Orchesters und seines Dirigenten Josef Christ. Das Publikum reagierte begeistert und mit stehendem Beifall. Ein dauerhaftes Engagement Manfred Osters am JBU-Bass wird nach diesem Auftritt nicht ausgeschlossen…

Quelle: unbekannt
Autor: unbekannt
Datum: unbekannt


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