Südafrika 1999


Bildergalerie Südafrika 1999


Zeitraum: 28.07.  16.08.1999

Am 28. 7. 1999 startete das Große Orchester der Ulmer Knabenmusik zur 20-tägigen Südafrikareise.  

NeunKonzerte und ein Wettbewerb standen auf dem Programm. 

Wir waren an unseren neun Übernachtungsorten überwiegend in Gastfamilien untergebracht. 

2500 Kilometern legten wir im Bus zurück, dazu ein Inlandsflug von Port Elizabeth nach Durban.

Von Zürich aus flogen wir nach Johannesburg, ins Flugzeug nach Kapstadt umstiegen. Wenige Stunden später setzten wir nach einer großen Schleife über das Meer mit phantastischer Sicht auf Kapstadt und den Tafelberg zur Landung an.

In Kapstadt spielte die UKM vier Konzerte innerhalb von fünf Tagen: Zusammen mit dem Blasorchester der Musikhochschule Kapstadt, dem University of Cape Town Symphonic Wind Orchestra fand ein gemeinsames Konzert im berühmten Baxter Theatre statt. Weiter ging es mit dem International Eissteddfod, einem Wettbewerb für Blasorchester, in der phantastischen Endler Hall der Universität Stellenbosch. 

Überraschend errang das Orchester gleich zwei 1. Preise: einen für den Sieg in der Klasse der Universitätsorchester und einen für die höchste vergebene Punktzahl des gesamten Wettbewerbes. Beim Galakonzert zum Abschluss des Wettbewerbes in der Endler Hall zeigte die UKM nochmals ihr ganzes Können. 

Zu besichtigen gab es in Kapstadt einiges: den Tafelberg bei bester Sicht und blauem, wolkenlosen Himmel oder das Kap der Guten Hoffnung. Hautnah konnten wir dort erleben, wie die Sonne in der aufsprühenden Gischt der Brandung Regenbogen zauberte – just das Thema der Komposition von David Bedfords „Sun paints rainbows on the vast waves“, die wir mehrfach in Südafrika spielten.

Mit dem Orchester der Tygerberg High School gab es in der dortigen Schule ein Gemeinschaftskonzert, bei dem auch andere High School Orchester der Region Western Cape vertreten waren.

Nach fünf Tagen Kapstadt ging es weiter nach Oudtshoorn, dem afrikanischen Zentrum der Straußenzucht. Nach Besichtigungen der berühmten Cango Caves einer Straußenfarm wurde abends vor begeistertem Publikum ein Konzert im Civic Center gegeben.

Nach der tollen Gastfreundschaft in Oudtshoorn fuhren wir über den Outeniqua-Paß weiter nach George.

An der dortigen Outeniqua High School hatten wir die Möglichkeit, bei Rugbyspielen zuzuschauen. 

Nächste Station war Port Elizabeth. Vor festlich gekleidetem Publikum gaben wir  im Opera Housee ein umjubeltes Konzert. 

Am nächsten Morgen stand der Inlandsflug nach Durban an. Logistische Probleme führten dazu, dass unsere Pauken erst verspätet in Durban ankamen. 

Zum Glück waren aber 2 Tage Freizeit ohne Konzerte angesagt. Wir besuchten den indischen Markt und eine Delphinshow.

Hluluwe, etwa 200 Kilometer nördlich von Durban im südafrikanischen Busch gelegen, war die nächste Reisestation. 

Ein Highlight dort: In offenen Jeeps startete das gesamte Orchester zu einer Safari durch den Hluluwe-Nationalpark. Die Begeisterung war groß. Nach dem Tag im südafrikanischen Busch sollten wir die Kultur der Zulus erfahren – wir besuchten ein Zuludorf, in dem wir mit Tanz und Trommeln empfangen wurden. Untergebracht waren wir in zulutypischen, strohgedeckten Rundhütten.

Am nächsten Morgen mussten wir früh aufstehen, um rechtzeitig nach Winterton am Fuß der Drakensberge zu kommen. Dort hatten wir ein gemeinsames Konzert mit dem weltbekannten Drakensberg Boys‘ Choir. Erst mal Stand aber eine 8-stündige Fahrt nach Nelspruit bevor. Im Civic Center Nelspruit wurde noch am selben Abend vor begeistertem Publikum ein Konzert absolviert. Wie bei fast allen Auftritten erhielt das Orchester stehende Ovationen. 

Nach einem Ausflugstag zum Blyde River Canyon war Pretoria das letzte Reiseziel. Dort gaben wir anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Wonderboom High School zusammen mit der Brass Band der High School ein Konzert. 

Das Publikum, unter dem sich auch der Kulturbeauftragte der Deutschen Botschaft befand, war hellauf begeistert.  Nach viel Beifall und zwei Zugaben war der letzte Ton der Ulmer Knabenmusik in Afrika verklungen. Noch am selben Abend wurde das gesamte Instrumentarium flugfertig verpackt.Wehmütig hieß es Abschied nehmen von Südafrika.

Etwas erschöpft landeten wir in Frankfurt.


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