Südfrankreich 2013


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Presseberichte Südfrankreich 2013


„Riverdance“ in der Provence

Malerische Kulisse: Die Junge Bläserphilharmonie Ulm bei der Konzertreise auf der Place Gambetta in Solliés-Toucas
Foto: Volkmar Könneke

Jetzt geht es für die Musiker der Jungen Bläserphilharmonie Ulm in die Ferien. Die haben sie sich verdient, gestern früh kamen die 59 Musiker von ihrer einwöchigen Konzertreise aus der Provence zurück.

Südafrika, Australien, China. Die Junge Bläserphilharmonie Ulm (JBU) war schon auf fast allen Kontinenten unterwegs. Im vergangenen Jahr war die Toskana dran, heuer zog es die Musiker nach Frankreich, in die Provence. Vier Konzerte gaben sie dort – alle unter freiem Himmel. Und das erste auf Empfehlung eines der profiliertesten Kommunalpolitikers Frankreichs: Marseilles Bürgermeister Jean-Claude Gaudin. Der saß beim Gastspiel im Städtchen Ceyreste als Ehrengast in der ersten Reihe.

Wie es dazu kam? „Bei dieser Konzertreise haben wir eine britische Agentur für Orchester eingeschaltet“, sagt Josef Christ, der Dirigent der JBU. „Das war nötig, weil es in Südfrankreich so gut wie keine Jugendorchester gibt, die man als Partner für Konzerte hätte ansprechen können. Und die Erwachsenenorchester sind im Juli und August in den Ferien“, erklärt der Musiker. Diese Agentur hatte einfach den Marseiller Bürgermeister um Rat gefragt, wo er sich denn ein Konzert eines sinfonischen Blasorchesters vorstellen könne. „Beim Stadtfest in Ceyreste“, schlug Gaudin vor und machte für die Ulmer Musiker vor Ort alles klar.

„Dieses Stadtfest war was ganz Besonderes,“ erzählt Christ. „Die ganze Stadt war bestuhlt, überall standen weiß eingedeckte Tische.“ Zuerst gab es das umjubelte Konzert des Ulmer Orchesters, danach ein dreigängiges Menü: Soupe au Pistou, eine provencalische Gemüsesuppe, Lammschulter und als Dessert ein Limoncello-Kuchen.

Getafelt wurde bis spät in die Nacht – auch deshalb, weil das Konzert erst um 21 Uhr begonnen hatte, wie alle Konzerte der JBU in der Provence. „Vorher ist es einfach zu heiß“, erklärt Christ. „Wir haben nur ein einziges Mal eine kurze Anspielprobe in der Sonne gemacht, danach haben wir es vorgezogen, vormittags im Hotel zu proben. Dort hatten wir einen schönen Proberaum.“

Den konnte das Orchester während des gesamten Provence-Aufenthalts nutzen. Denn das Hotel in Vitrolles war der Ausgangspunkt für alle Konzerte. „Es ist einfacher, zu den Konzerten mit dem Bus zu fahren, als mehrmals mit so einer großen Truppe aus- und einzuchecken“, weiß Christ aus seinen Erfahrungen von den vorhergehenden Reisen mit seinem Orchester. Also ging es im Doppelstock-Bus samt 7,5-Tonner für die Perkussions-Instrumente und die Tuben zu den einzelnen Konzerten: nach Ceyreste, Le Muy, Flayosc und Solliés-Toucas.

Vor allem von der Place Gambetta in Solliés-Toucas ist Christ begeistert. „Das ist wunderschöner Platz vor einer Kirche, der ringsum von Häusern umgeben ist. Das sorgt für eine wunderbare Akustik unter freiem Himmel.“

Und das sahen auch die Zuhörer der Ulmer Musiker offensichtlich so. „300 bis 400 Zuhörer kamen jeweils zu den Konzerten: viele Einheimische aber auch viele Touristen. Und am Ende gab es eigentlich immer Standing Ovations und Zugaben“, erzählt Christ nicht ohne Stolz auf seine Musiker – auch weil die Ulmer als letztes Stück vor den Zugaben einen echten Knaller im Programm hatten: „Riverdance“.

Überhaupt das Programm: Das nutzten die Ulmer auch, um schon mal ein paar Stücke auszuprobieren, die sie bei der großen Gala am 22. September in der Ratiopharm-Arena mit den Musicalstars Pia Douwes, Sabrina Weckerlin und Thomas Borchert aufführen werden: Louis Primas „Just a Gigolo“, Cole Porters „I“ve Got You Under My Skin“, „Ich gehör nur mir“ aus „Elisabeth“ und „Time of My Life“ aus „Dirty Dancing“. Diese Stücke wurden nicht nur vor Publikum ausprobiert, sie wurden in der Provence auch tüchtig geübt.

Quelle: Südwest Presse Ulm
Autor: Helmut Pusch
Datum: 02.08.2013


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