Ungarn 2004


Bildergalerie Ungarn 2004

Es war Donnerstag, der 20. 05. 2004. Etwa 65 junge Musikerinnen und Musiker versammelten sich pünktlich um 5 Uhr morgens völlig verschlafen an der Ulrich-von-Ensingen-Realschule in Ulm.
Nach fast 14-stündiger Fahrt über Österreich kamen wir dann
gegen 19 Uhr doch etwas erschöpft in Kiskunfélegyháza, unserer ersten Station, an. Nach kurzer Suche fanden wir das Schülerwohnheim, in dem wir einfach und zweckmäßig untergebracht waren. Nachdem die Zimmer verteilt waren, ging es auch schon wieder weiter zum Abendessen in ein nahe gelegenes Restaurant, zu dem wir von den Gastgebern eingeladen wurden.

Am kommenden Tag wurden wir von Jószef Ficsór, dem örtlichen Bürgermeister freundlich begrüßt und erfuhren einiges über Land und Leute sowie über die Geschichte Ungarns. Die darauf folgende Stadtführung endete mit dem Mittagessen in einem landestypischen Restaurant. Nachmittags probten wir mit unserem Partnerorchester, dem Sinfonischen Blasorchester Kiskunfélegyháza, für unser gemeinsames Konzert in der Turnhalle der „Kossuth Technical School“.

Um 19 Uhr hieß es dann sich zu konzentrieren und unser erstes Konzert in Ungarn begann. Sehr beeindruckend war die hohe Qualität des Sinfonischen Blasorchester Kiskunfélegyháza. Als großes gemeinsames Finale wurde von Richard Wagner „Freudig begrüßen wir die edle Halle“ aus der Oper Tannhäuser in der Bearbeitung für Blasorchester von Hans-Jürgen Von der Wöste mit einer großen Zahl an Ferntrompeten aufgeführt.
Nach diesem gelungenen Konzert luden uns unsere Gastgeber zu einem liebevoll zubereiteten Abendessen in ihrer Musikschule ein.

Am Sonntagmorgen besichtigten wir die Stadt Szeged. Nach einer ausführlichen Stadtführung durch die Universitätsstadt fuhren wir weiter in den nahe gelegenen Nationalhistorischen Park Ópusztaszer. Neben dem Dorfmuseum ist eine der Hauptattraktionen das berühmte Festzy-Panorama-Painting. Nach einigen Stunden Freizeit, die mit Faulenzen und Spaziergängen – sehr beeindruckend waren auch die wilden Rennen der Orchestermitglieder mit den geliehenen Elektro-Cars – sehr schnell vergingen, fuhren wir auch schon wieder weiter in den Bugac Nationalpark.

Nach einer nationaltypischen Pferdeshow und einem feinen Abendessen (ungarisches Gulasch!), musikalisch umrahmt von der feurigen Musik einer Zigeunerkapelle, hatten wir auch einen bleibenden Eindruck von der Pusta gewonnen.

Der Montag begann mit einer etwa eineinhalbstündigen Fahrt nach Baja, wo wir erneut einen Empfang beim Bürgermeister hatten. Nach dem Empfang und nachdem die Zimmer im Donau-Hotel bezogen waren – die Orchestermitglieder genossen den Luxus – fuhren wir zum Ungarndeutschen Bildungszentrum. Vor viel Publikum spielten wir im dortigen schönen Saal unser 2. Konzert und aßen anschließend dort zu Abend.
Am folgenden Morgen stand außer einer Stadtführung nichts auf dem Programm, so dass wir genug Zeit hatten, die Stadt in Eigenregie zu erkunden und auch die Angebote des schönen Hotels, wie zum Beispiel den Swimmingpool oder die Billardtische zu nutzen.

Leider hieß es am nächsten Morgen auch schon wieder Abschied nehmen und weiter ging es nach Pécs. Nach dem mittlerweile üblichen Empfang beim Bürgermeister stand auch hier am Nachmittag eine Stadtführung auf dem Programm. Anschließend hatten wir bis zu unserem Konzert Freizeit.

Am nächsten Morgen machten wir uns früh auf den Weg nach Sombathely. Sechs Stunden später kamen wir dann im schönen Bartok-Saal, in einer ehemaligen Synagoge gelegen, in Sombathely an und probten dort sogleich für unser Konzert am Abend. Anschließend fuhren wir zu unserer Unterkunft nach Vep, einem kleinen Dorf etwa 5 km entfernt.
Kaum waren die Zimmer bezogen und das Abendessen verspeist, mussten wir auch schon wieder zurück nach Sombathely um noch rechtzeitig zu unserem Konzert zu kommen.

Den restlichen Abend verbrachten wir mit dem Partnerorchester, dem Jugendblasorchester Szombathely, bei einem Empfang in der Musikschule, den die Jugendlichen sichtlich genossen.

Nach dem Frühstück am Freitagmorgen besichtigten wir die Diozösanbibliothek, die ansonsten nicht öffentlich zugänglich ist, und anschließend zuerst zu Fuß und später mit den Bussen die Stadt. Vor dem Mittagessen im schönen Restaurant Pannonia fing es dann an zu regnen, was uns statt dem geplanten Platzkonzert einen freien Nachmittag bescherte. Ein Teil des Orchesters verbrachte diesen in einem Schwimmbad, ein anderer bummelte durch die Innenstadt und der Rest genoss die Freizeit im Schülerwohnheim. Zum Abendessen fuhren wir nach Köszeg, nahe der österreichischen Grenze. Zuerst wollten wir noch die Stadtfestung besichtigen, doch leider standen wir vor verschlossenen Türen. Der Tag wurde mit einer Einladung der Gastgeber zu einem gemütlichen Abendessen beschlossen.
Am nächsten Morgen hieß es dann auch schon wieder Abschied nehmen und wir begannen den langen Heimweg. Ungefähr 12 Stunden später kamen wir dann gesund und munter, mit einer Vielzahl neuer Erfahrungen und begeistert von der überschwänglichen ungarischen Gastfreundschaft in Ulm an.


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